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Antigone
#1
Antigone?
Die Unvereinbarkeit zweier Prinzipien.
Auf der einen Seite: Ich. Lebensbejahend ob der vielen Momente des Geniessens. Nicht nur die Orgasmen, sondern auch die kurzen Momente, in denen die Chemie als kurzer Schauer des Wohlempfindens durch den Körper rauscht.
Gepaart mit dem Geist eines Krebses, der nur nach rechts oder links laufen kann, der nie gerade nach vorne denkt wie ein Schütze, brüllt wie ein Löwe, oder ausgleicht wie die Waage, der seinen weichen Kern durch einen Panzer schützt.
Mein Humor ist oft flach, schwarz und häufig melancholisch. Das gründet daraus, dass ich meistens die Dinge als unabänderlich einschätze, aber nie den Glauben an das Gute verliere.

Auf der anderen Seite: das Mopped. Material, Maschine, Logik, Physik, Formeln. Und Öl, Dreck.

Mein Einstand in die Projekt-Berichterstattung soll mit einem Bild eines Benzinfilters und dessen "Inhalt" beginnen, den ich ausgebaut habe.


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#2
O.K., ist ja Herbst, da werden die Leute manchmal wunderlich...
Antigone hin oder her, mit Benzinfiltern kenn ich mich besser aus: Hast Rost im Tank! Wink
Grüߟe, rex
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#3
rex schrieb:Hast Rost im Tank! Wink Grüߟe, rex


... und kannst froh sein, dass Du einen Benzinfilter verbaut hast...

Grüߟe, Sascha. Wink
Einstieg in's Forum: 99er EX500 D, aktuell BMW R1200GS LC kuh-smilies-0002.gif von smiliesuche.de


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#4
rex schrieb:O.K., ist ja Herbst, da werden die Leute manchmal wunderlich...
Antigone hin oder her, ...Grüߟe, rex
Das Kind muss nen Namen haben.
Zitat:... Hast Rost im Tank! Wink
Wie kommst du denn auf die Spur? Wink
Ich hatte ja hier <!-- l --><a class="postlink-local" target="_blank" href="http://www.gpz.info/download/file.php?id=12474&mode=view">download/file.php?id=12474&mode=view</a><!-- l --> ein Bild vom Inneren des ursprünglichen Tank gepostet.

Ich hab jetzt nen anderen Tank im gleichen Lack, der sieht innen etwas besser aus, hat aber auch Rost (man kann aber noch blankes Metall erkennen - im Gegensatz zum ursprünglichen).

Den Benzinhahn-Anschluss hab ich verschlossen. Hab dazu ein Metallplättchen von so einem Schranktür-Magneten aufgebohrt damit die Schrauben durchgehen und ein Stück Gummi aus ner verratzten Spiegeltülle geschnitten.
Auf dem Entlüftungsnippel sitzt ein Blindstopfen.
Desweiteren gibt es einen universellen Ersatztankdeckel komplett aus Kunststoff.

Als erstes hole ich jetzt mal den Wasserkocher aus der Küche und kippe mal so 10 Liter heisses Wasser in den Tank.
Dann kommen 375 g "Heitmann" Zitronensäurepulver dazu. Anschliessend fülle ich mit weiterem heissen Wasser auf, bis Oberkante.

Dann mal sehen, was passiert.


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#5
Zwischenbericht:
Ich glaub die 9. oder 10. Füllung Kocher-Wasser ist drin, ebenso das Zitronensäurepulver. Zischen oder so tut da nix. Hab ich mir etwas spektakulärer vorgestellt...
Nebenher hab ich mal bei Ebay folgende Hupen geordert:
Artikelnummer 230532815484
Die sind mit 3A angegeben und neu. Normal bin ich ja auch für Verwertung von Altmaterial, aber in Ermangelung eines solchen Vertriebes bzw. Betriebes in wirtschaftlicher Nähe, hab ich mal die genommen.
Hübsch rot sind sie ausserdem.
Angeregt durch Rubinos Austausch des schwachbrüstigen Originals, welches nicht ausreichend den Hörapparat-Tragenden Senior aus dem Schlaf zu erwecken in der Lage ist, wollte ich das auch so machen (finde ich sinnvoll - auch wenn ich noch gelegentlich beim Blinker-Drücken an den Hupen-Nibbel komm... egal).

Inzwischen hat die heisse Mischung die Oberkante des Tanks erreicht.
Ich mach dann später mal den Stopfen drauf und lasse das bis morgen so stehen.

Da es noch früh am Tag ist, nehme ich mir mal den mitgelieferten Tankhahn mittels Zahnbürste zur Brust (Junge, Junge - da ist ja die Ölwanne sauberer Laughing ).


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#6
Alternativ kannst du auf Empfehlung von MrCoffee auch Oxalsäure verwenden. Nur falls das mit der Zitronensäure nicht von Erfolg gekrönt sein sollte.
Gruߟ, Juls

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#7
Ich hab hier in weiser Voraussicht für das Nichtgelingen noch eine Packung Kukident (104 Stück). Da weiss ich noch nicht, ob ich die mit in die mit Zitronensäure angereicherte Flüssigkeit kippen soll, oder ob ich dafür erneut heisses Wasser zubereiten soll.
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#8
ometa schrieb:Zwischenbericht:
Ich glaub die 9. oder 10. Füllung Kocher-Wasser ist drin, ebenso das Zitronensäurepulver. Zischen oder so tut da nix. Hab ich mir etwas spektakulärer vorgestellt...

Ich glaub, das ist normal. Hab im Frühjahr das gleiche mit einem Mofa-Tank gemacht, da hat auch trotz ca. sechmal stärkerer Mischung (1 Päckchen auf ca 3L Wasser) nichts gezischt oder geblubbert, hat trotzdem prima funktioniert.

Wichtig ist, den Tank nach dem Trocknen direkt wieder mit Benzin zu füllen, sonst rostet er gleich erneut.
Alternativ kannst Du ihn auch mit einem Viertelliter satt angesetzter Zweitaktmischung ausschwenken, falls Du am Tank noch anderer Arbeiten ausführen möchtest, bei der eine komplette Spritfüllung hinderlich wäre.
Zweitaktöl brauchst du nicht extra kaufen, bei Bedarf bring ich Dir ein Fläschchen zum Stammtisch mit, falls Du Sonntag kommst.
Grüߟe, rex
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#9
Hi Rex,
danke fürs Angebot und den Tipp. Habe selbst noch etwas Twoke hier.
Ich hab aber mal noch Pulver nachgekauft. Werde ich dazukippen.

Zur Teilereinigung:
Ich glaube du hattest mal irgendwo gefragt, wie sich so ein Motor-/Vergaser-Zusatzreiniger (also für ins Benzin) pur zur Reinigung macht. Ich hab den "Vergaser-Reiniger" von Castrol (Louis) hier und der macht die Teile bis jetzt noch am bequemsten sauber. Ansonsten habe ich noch Bremsenreiniger, Motorblockreiniger, Caramba Super und den "Handwerker-Reiniger" von Zekol (Aldi Süd) ausprobiert. Die holen auch alle irgendwie was runter, aber eben nicht so geschmeidig wie das Castrol-Zeugs. Der Aldi-Saft hat mir übrigens die Legierung der Düsennadel aufgelöst...
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#10
Also die von mir zitierte "güldene Legierung" der Düsennadel scheint keine solche gewesen zu sein, sondern schlicht anhaftender und messingfarbener Dreck.
Die Nadel entstammte dem Vergaser, welcher in der Maschine mit dem total verrosteten Tank verbaut war.
Ich hab mir jetzt die Nadeln aus einem zusätzlichen Vergaser genommen und die sind glänzend silbrig.
Das Reinigungszeugs hat wohl zwar die Oberfläche mattiert und stumpf gemacht, aber keine Legierung "zeroxidert" (hat mich ja auch schwer gewundert, weil das Zeug jetzt auch nicht so aggressiv war, dass ich meine Finger darin nicht baden konnte, ohne Auflösungserscheinungen).
Ich guck mal, ob ich die matte Nadel mit dem Dremel nochmal glatt poliert bekomme.

Dann hatte ich ja nochmals Zitronensäurepulver nachgekauft. Dazu hab ich erstmal mittels Saugschlauch (so ein Ding, wo so ein kleiner Pumpballon im Schlauch verbaut ist) einen halben Eimer der ersten Mischung ablaufen lassen.
Anschliessend habe ich dann 4 weitere Packungen des gleichen Pulvers in kochendem Wasser gelöst und zugekippt. Weil ALDI grad flüssige Zitronensäure im 0,5 L-Gebinde (für Kaffeemaschinen) im Angebot hatte, hab ich davon auch noch 2 Kannen mitgenommen und dazugeschüttet. Das Ganze habe ich dann mit kochendem Wasser bis zur Oberkante aufgefüllt.

Am nächsten Tag habe ich dann erst wieder mit dem Schlauch und Eimer soviel Flüssigkeit "rausschlauchen" lassen, bis der Tank ein hebbares Gewicht hatte. Mit der Restflüssigkeit habe ich den Tank dann mal ordentlich geschüttelt und hab ihn mit dem Benzinhahnverschluss so über dem Eimer positioniert, dass dort die tiefste Stelle ist und habe den Rest darüber ablaufen lassen.
War die (abgestandene) Flüssigkeit über den Schlauch noch gelblich, kam jetzt dunkelgrün, bis grauer und trüber Prött mit richtigen Metall-Rost-Brocken in den Eimer.

Weil ich die Benzinkanister noch nicht gefüllt hatte, und es eh da war, habe ich gleich mal noch eine Mischung mit den Kukident-Tabletten angesetzt. Kann ja nicht schaden.
Also wieder den Wasserkocher ran und die 104 Tabletten ausgepiddelt und in den Tank geschnippt.
Die Mischung war dann 2 Tage drin (wegen Stammtisch nix mehr gemacht).
Das hat dann auch nochmal das gleiche Ergebnis gebracht (es kam halt am Ende ebenso nochmal ordentlich Schmock mit raus - wahrscheinlich könnte man noch eine 3. und 4. und 5. Füllung...).
Mir hat das aber erstmal Genüge getan.
Nachdem ich dann 3 mal mit klarem Wasser nachgefüllt, geschüttelt und entleert habe, schien mir das Wasser klar genug und meine Geduld am Ende.
Mit einer Heissluftpistole (anderes Wort für "Männerfön") habe ich dann übern Abend immer wieder in den Tank geblasen und gleichzeitig die Gas-Heiz-Kanone auf den Tank gerichtet, so dass dem Tank richtig kuschelig war - innen wie aussen.
Da es rund ums Einfüllloch etwas pickelig im Lack war, hab ich da dann noch erst kurz angerauht, um dann Rostschutz und Dosenspraylack aufzutragen.
Unten drunter gab es auch hier da ein paar blanke Stellen, die ich noch versiegelt hab.

Als alles trocken war, habe ich den alten Hahn mit neuer Dichtung (habe den Hahn nur aussen gesäubert ohne zu zerlegen, da er nur zum Zumachen dienen soll - weil ich noch einen schicken Hahn hab, der dann erst im Frühjahr dran soll) montiert. Dazu den Tankverschluss noch (ihm hab ich neue Inbusschrauben spendiert, dem Hahn übrigens auch) und dann das Ding bis zur Kante mit Sprit gefüllt.
So kann das dann mal überwintern.

Da der Tank ja immer noch einen gewissen Rest-Rost hat, hab ich mal noch einen neuen Benzinfilter von "Knecht-Mahle" Micro-Star KL13 geordert (1,90 Euro plus 2,50 Versand über Ebay - eastbike-lausitz). Serienmässig soll ja kein extra Filter hinter dem Tank verbaut sein. Ich finde es sinnvoll und günstig. Ist ein Einweg-Papierfilter mit 6/8-mm-Anschluss.
Desweiteren habe ich für den "alten" Benzinhahn bei "hard-to-find-parts.de" 2 dieser Sieb-Röhrchen für den Hahn bestellt (16,50 inkl. Versand), da diese bei dem alten Hahn ziemlich wrack sind und auch entsorgt werden könnten.
Mal sehen, ob die passen - sonst gehen sie zurück (Ich teile mit).

Was noch?
Ach ja! Die Lackausbesserungen am Tank hab ich erstmal in Ermangelung eines passenden Lackes mit RAL3000 seidenmatt gemacht (für original B1 Firecracker-Red). Aber das waren ja auch "unsichtbare" Stellen.
Für die kleinen Abplatzer am Tank hab ich noch bei "Lackstift24.de" für 13,80 inkl. Versand ein Mini-Dös-chen passenden Lack geordert. Eine erste Probe an einer versteckten Stelle hat eine gute Übereinstimmung gezeigt.
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#11
Ein paar Bilder in loser Folge.


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#12
Prima, dann gehts ja vorwärts.

Von nachgeschalteten Benzinfiltern bin ich ja eigentlich nicht so der Freund, in dem Fall machts aber Sinn. Wenn der ein durchsichtiges Gehäuse hat, kannst Du zumindest leicht kontrollieren, ob da jetzt noch Rost nachkommt.
Gelbe Vergasernadeln wären mir jetzt auch neu gewesen, allerdings gibt es ab und zu goldfarben beschichtete Gasschieber. Mikuni verbaut so was zum Beispiel mitunter bei ihren kleinen Vergasern für Zweitakter.

Der Link zu den Benzinsieben ist übrigens gut, hab da selber vor ein paar Monaten mal kurz und erfolglos nach gesucht. Big Grin
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#13
Ich würde den Tank im gleiche Atemzug versiegel , dann kommt nie mehr was nach und durchrosten kann da auch nix mehr.

Tankversiegelung Ebay
Zette Grün , Yammi Rot Motorrad fahren tut so gut   Whistle Shrug
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#14
Hm, also durch die Säure ist zwar der gröbste Rost auf der Oberfläche ab, aber es sind schon noch Strukturen im Metall zu erkennen. Das heisst, so 100% ist der Rost nicht weg. Und da Beschichtung, bzw. Versiegelung draufzumachen bringt nichts, weil es irgendwann doch drunter weiterrostet und dann geht neben neuem Rost die Versiegelung mit ins Benzin.
Ich werd immer schön volltanken, bzw. fülle zuhause mit dem Kanister auf und mache lieber nächsten Winter eine neue Säurekur.
Von Guardian hab ich einen richtig sauberen Tank. Der hat zwar eine kleine Delle und ist blau, aber den will ich mittelfristig herrichten. Im Moment liegt meine Priorität beim allgemeinen Service der Schönen und dass ich sie ans Laufen kriege (bis zum Frühjahr... Pray ).
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#15
Ich hab ja hier ein Mopped, dessen Vorgeschichte ich nicht so genau kenne. Mittels Einträge im alten Brief steht fest, dass die Karre etwa 5 Jahre abgemeldet war. Danach hat mein Vorbesitzer - laut dessen Aussage - versucht, das Dings ans Laufen zu bringen und berichtete von Aussetzern und Ausgehen (was er auf einen defekten Hallgeber eingrenzte - was aber bei dem ehemaligen Tank, Benzin-Filter, Vergaser, etc. (siehe meine Bilder, bzw. meine Beschreibung) auch ganz andere Gründe haben dürfte).

So. Ölwechsel steht an.
Ich könnte schlicht die Ablassschraube öffnen und ablaufen lassen.
Macht es eventuell mehr Sinn, die Wanne zu entfernen, in der Hoffnung, dass ich dort mehr Ablagerungen entfernen kann - welche sich dort in der langen Standzeit gesammelt haben - als durch die Ablassöffnung kommen kann?
Neue Dichtung für die Wanne hätte ich schon hier. Braucht man da grundsätzlich als Zusatz eine klebrige Dichtmasse?
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