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GPZ500S (D) wird zum Renner
#76
Ich habe die rote GPZ500, D-Modell von Kiwi gekauft und mich im Rahmen der Rennvorbereitungen auch um dieses Mopped gekümmert.
In der schwarzen GPZ, Startnummer jetzt fix die "500", rauchte der Motor stark beim Gaswegnehmen (Ventilschaftdichtungen liegen schon parat).
Die zu wechseln ist aber aufwändiger als einen ganzen Motor zu tauschen, also mal sehen ob wir den "roten" Motor ans Laufen bekommen.
Tank samt Benzinhahn sowie Vergaser der "500" und eine frisch geladene 14Ah Batterie (die eine Z750Twin problemlos startet) ins Fach und mal auf's Knöpfchen gedrückt.
Das Relais klickt, aber der Anlasser macht schlicht nichts.
Anlasser fest oder Motor fest ?
Also mal rundum geschaut, als mein Sohn sagt, das Ölschauglas ist bis oben voll.
Öleinfülldeckel auf und da hat man beim Kupplung ziehen schon eine dünnflüssige Flüssigkeit bis über halbe Höhe der Kupplung gesehen.
Also viel zuviel drin, könnte den Anlasser aufhalten, aber die GPZ500 ist ja ein Gegenläufer, kein Paralleltwin.
Naja, rote GPZ weggestellt, Motortausch wird nicht gemacht, der braucht zuerst Zuwendung.
   

Unsere Katze findet die rote GPZ aber trotzdem ganz toll Wink
   

Ok, vielleicht liegt das starke rauchen auch am völlig zugestopften Auspuff und zu hohem Rückstau, auch Wärmestau.
Irgendwas ist mit der Wasserkühlung nicht in Ordnung und es ist wohl nicht nur ein Fehler.
Zunächst haben wir eine Reinigung mit Wasser und Druckluft (vorsichtig sein!) durchgeführt, dann eine Spülung mit eigens vorgesehenem Kühlerreiniger, den wieder gründlich ausgespült und jetzt wird noch, wie auf der Rennstrecke üblich, nur destilliertes Wasser ohne Frostschutzzusatz eingefüllt.

Die originale GPZ500-Auspuffanlage und die zurückverlegten Rasten wollten so gar nicht zueinander passen.
Also den ER5-Endtopf und die schon für den Shark-Endtopf angefertigten 2-in-1-Krümmer hergeholt.
Ja, passt mit den Rasten, nur der Übergang der Rohre musste am Rohr zum Endtopf neu geschaffen werden.
So kann ich die Endtöpfe je nach Lautstärkereglementierung an die selbe Krümmeranlage montieren.
   
   
   
   

Keine Sorge, da wird noch nachgearbeitet und auch die Schelle in schräglagentaugliche Position gebracht Wink
Von hinten gesehen verläuft der Endtopf schlank genug am Mopped, die tatsächliche Schräglagenfreiheit werde ich zu Ostern "erfahren".
   

Noch ein Bild von links:
   

Ich halte euch auf dem Laufenden.
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#77
Also auf ZamsChannel sieht man ihn bei einem ER5-Motor die Ventilschaftdichtungen wechseln.
Finde sein vorgehen da recht interessant.
https://www.youtube.com/watch?v=dIYpLxooJ2E
Motorräder:
Honda CB 1300 
Honda CB SevenFifty (zerstört  Yellow )
Kawasaki GPZ 500 S

Mein Kanal:
https://www.youtube.com/c/GTMatzeMotoVlogs

Playlist GPZ-Restauration:
https://www.youtube.com/playlist?list=PL...m2B4kyopAT

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#78
Hi Matze,
danke für die Anregung, ich werde es auf jeden Fall bei demontiertem Kopf machen.
Dann kann ich auch die Ventile neu einschleifen, die Kanäle etwas bearbeiten, die Kolbenoberseite kontrollieren und reinigen und die Kopfdichtung tauschen.
Ich bin ja auch noch auf der Suche nach einem weiteren Fehler im Kühlsystem, da ist eine Kopfdichtung weit vorn auf der Liste der Verdächtigen.
Ein Bild vom 750er-Twin-Kopf bei der Instandsetzung, so soll es beim 500er-Kopf auch werden:
   

Selbst wenn es dadurch keine messbare Leistungssteigerung gegenüber dem Neuzustand gibt, so macht es doch Spaß sich um die Technik zu kümmern, gibt das gutes Gefühl "alles rauszuholen" und wieder dichte Ventile beheben so manche altersbedingte Leistungsschwäche Wink
LG, Michael
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#79
Ich habe ja Pleuel und Kopf bearbeitet, der Motor hat ab 6.500-7.000 U/min. spührbar mehr Druck.


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#80
Hi c-de-ville,
das sieht sehr gut aus !
Hast du den Kopf planen lassen, um die Verdichtung zu erhöhen oder bist du bei serienmäßiger Verdichtung geblieben?
LG, Michael
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#81
Hallo Michael,
ob der Kopf geplant wurde kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen, ich glaube aber nicht. Ein guter Bekannter hat eine Fa. für Motoreninstandsetzung, der hat mir den Kopf zerlegt und geprüft, bevor ich die Kanäle gefräst habe. Der Motor hatte vorher einen kapitalen Kolbenschaden durch Ölmangel und daraus resultierender Überhitzung. Der Vorgänger hatte in einer Werkstatt Ventile tauschen lassen und im Motor wurde ein Zewatuch vergessen, wie auch immer das passieren konnte und das hat sich vor das Ölsieb gelegt. Der Motor hat aber trotzdem 25.000 km gelaufen. Nach dem Fräsen hat der Bekannte die Ventilsitze nachgefräst und die Ventile eingeschliffen. Geprüft ob der Kopf plan ist hat er, das weiß ich. Aber wie das auf dem Foto aussieht sind Abdrücke der alten Kopfdichtung zu sehen, die wären ja nach dem planen weg. Vielleicht hat auch der Experte der die Ventile getauscht hat den Kopf geplant.
Gruß Micha
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#82
Die Zeit drängt und weitere Projekte wollen bedient werden Wink

Ich habe den Stress raus genommen, den soweit funktionsfähigen Motor ungeöffnet belassen und hoffe, das sich gegenüber dem vergewaltigten Shark-ESD mit dem weniger zugestopften ER5-Endtopf wieder ein normaleres Ölverbrauchsverhalten einstellt.
Wenn nicht, dann raucht es halt beim Gaswegnehmen.
Solange es niemanden behindert oder gefährdet kann ich damit leben.

Die Spülung des Wasserkühlers hat eine deutlich gleichmäßigere Erwärmung links und rechts am Kühler ergeben.
Einige oder alle vorher evtl. verkalkten Querrohre scheinen wieder frei zu sein, das wäre schön.

Mein Sohn Nils hat die Anpassung eines gebogenen Rohrs am ESD zu einer geraden Steckmuffe übernommen.
Schweißen, flexen, probieren und nochmal und nochmal.

Die Rastenanlage ist auf beiden Seiten nochmal zerlegt, gereinigt und mit Alufussrasten versehen worden.

Die Frontverkleidung innen seitlich nochmal etwa 1 cm weiter ausgeschnitten, jetzt haben Züge und Schläuche endlich Bewegungsfreiraum.
Die Startnummer vorn braucht noch einen schönen Platz, etwas tiefer sitzt sie jetzt schon mal.
Zum Start im Funlauf müssen noch zwei Startnummern links und rechts ans Heck geklebt werden, das mache ich mit neuen Benefiz-Klebezahlen vor Ort.
Etwas Karbonfolie deckt jetzt den Rücklichtausschnitt im Höcker ab.
Neue Schlauchklemmen an beiden Schläuchen des Benzinhahns sorgen für sicheren Sitz und eindeutige Montagereihenfolge.
Schließlich muss der Tank runter, wenn ich die 50 bzw. 60 PS-Vergaserdeckel tauschen will.

Wir haben sogar schon eine Probebeladung unseres Renntransporters "Transe" durchgeführt.
Unser zu Weihnachten angeschaffter Werkstattwagen mit Werkzeug soll erstmalig mit auf die Rennstrecke.

Ostern geht es los, mit der GPZ und meiner Z750Twin, nach Sturz zum Saisonabschluss alles repariert, aktuell mit 750cm³-Motor.
Die fehlende Gleitschiene für den 906cm³-Motor habe ich endlich als Vorserienteil bekommen, aber auch da mache ich mir keinen Stress.
Der Motor muss erst im Juni wieder einsatzbereit sein Wink

LG, Michael


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#83
Ach, was für ein Spaß !
Mann und Maschine heil geblieben, lustvoll am Gasgriff gedreht und nachdem ich den Seitenständer samt Ausleger abgeschraubt habe, ist weder links noch rechtsrum etwas aufgesetzt.

Mit dem Auspufftopf der ER5 habe ich die Geräuschmessung am Spreewaldring geschafft, zumindest an der Stelle keine Nacharbeit notwendig.

Nach einem 15-Minuten-Turn wollte ich gleich im nächsten Turn als Gaststarter dabei sein.
Da muss man sich anstellen, so bin ich mit dem heißen Motor in der Boxengasse gestanden, Motor lief, Temperaturanzeige hoch, aber noch unter dem roten Bereich, als ein Mitstreiter gestikulierte, das an der GPZ etwas ausläuft.
Runtergesehen, ja, irgendwas läuft da aus, Mist, Gaststart gestrichen.
Motor aus, Airbagweste abstecken, Mopped auf den (da noch montierten) Seitenständer gestellt, absteigen, Handschuhe aus, Helm ab.
Mit den Fingern in die Pfütze getunkt, gerieben und daran gerochen, ok, es ist nur Wasser, kein Kühlmittel.
Aha, gelernt, brav befolgt, Entwarnung an die Fahrer und die Boxencrew gegeben, es ist nur destilliertes Wasser, Erleichterung Wink

Mopped das kurze Stück ins Fahrerlager geschoben, abgestellt.
Stefan, mein Nachbar, Moppedschrauber und seines Zeichens erfolgreicher KFZ-Meister, hat mich bei der Fehlersuche begleitet und nachdem der Kühler nur lauwarm war, war das Thermostat sofort verdächtig.
Stefans Frau ist auch auf einer GPZ500 auf der Rennstrecke unterwegs Wink

Verkleidung runter, Thermostatgehäuse geöffnet, Einsatz entnommen, Deckel mit dauerelastischer Dichtmasse dünn bestrichen montiert, obwohl der O-Ring noch gut aussah und an Ort und Stelle verblieben ist, aber ich die Dichtfläche nicht weiter saubermachen konnte.

Kühlerdeckel auf, Wasser auffüllen. Was war griffbereit, Mineralwasser, mit wenig Kohlensäure, wird schon passen.
Entlüftung durch kneten der Schläuche und Neigen des Thermostatgehäuses, ging prima.

Motor an, laufen lassen.
Was für ein Spaß, sowas hat Stefan auch noch nicht in einem Kühlwasser-Ausgleichsbehälter gesehen.
Entweder ist es eine defekte Kopfdichtung, die den Verbrennungsdruck ins Kühlwasser durchlässt oder es ist feinstperliges Mineralwasser mit wenig Kohlensäure.
Während der Warmlaufphase ansonsten alles ok, Temperaturanzeige ok, Kühler wird gleichmäßig heiß, Lüfter schaltet ein.
Das feinperlige Blubbern im Ausgleichsbehälter wurde weniger, der Wasserstand hat sich temperaturbedingt verändert, in meinem Fall um und etwas über "MAX", alles ok.

Damit war das Thema Kühlung auch zufriedenstellend gelöst.

Aber irgendwas ist noch, die Leistung und Drehfreude passt nicht, einen nennenswerten Unterschied zwischen 50 und 60 PS Vergaserdeckeln habe ich nicht feststellen können.
So oder so bin ich an der schnellsten Stelle des Kurses (Gegengerade, Anbremsen Waldkehre) auf 140 bis 150 km/h (laut Tacho) gekommen, eher durch vorherige Linienwahl als durch die Motorleistung beeinflusst. So ganz genau kann ich den Tacho an der Stelle nicht ablesen, da hier von Topspeed voll auf ca. 60 km/h in die Kurve hineingebremst wird, da hat man nur die  10m Streckenbreite als Toleranz zwischen Ideallinie und Sandbett Wink

Der Motor dreht zwar bis in den roten Bereich, (Hat die GPZ500 einen Drehzahlbegrenzer?), richtig Leistung gibt es aber nur bis 9.000, 9.500 U/min, sowohl mit den 50 als auch den 60PS Vergaserdeckeln. Genau hier, im Top-Drehzahlbereich hätte ich den Unterschied erwartet.

Vielleicht ist auch der Endtopf, zusammen mit der von uns angepassten Krümmeranlage der ER5, eine Drossel auf die ursprüngliche Maximalleistung der ER5 von 50PS, nicht 60PS.

Freue mich auf sachdienliche Hinweise bzgl. der Leistungsthematik und weitere Kommentare Wink

LG, Michael

PS: Bilder von der Strecke sind von extra engagierten Fotografen gemacht worden, dauern aber etwas länger, bis die online verfügbar sind.
Ich reiche sie nach


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#84
Klingt nach nem spaßigen Wochenende.

So weit ich weiß wird die Drehzahl nur durch fehlenden Willen der rotierenden Massen begrenzt.
Aber wenn ich mir Leistungsdiagramme der originalen GPz anschaue kommt nach 9.5 kU nicht mehr viel, das Drehmoment hat seinen Peak auch schon vorher zwischen 7-8 kU.
Ich denke auch eher das der Er5 Auspuff den Motor am sauberen durchatmen behindert.
Oder du hast vielleicht doch die Kopfdichtung erlegt.
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